Zum bisherigen Saisonhöhepunkt reisen die Wasserballer der SG Stadtwerke München an diesem Sonntag nach Würzburg und wollen dort mit einem Sieg im Halbfinale den Einzug ins Finale des Süddeutschen-Wasserball-Pokals klarmachen.
 
In der vergangenen Saison verloren die Jungs von der Isar gegen den späteren Aufsteiger aus Fulda noch recht klar im Halbfinale, womit ihnen das Pokalendspiel natürlich verwehrt blieb. Dieses Jahr soll es anders werden: Zwei intensive Trainingspiele gegen die sehr gut aufgestellte Mannschaft aus Salzburg, akribische Analyse der gegnerischen Spielzüge und dementsprechend perfekt abgestimmte Taktik sowie die ausgiebigen Schwimmeinheiten sollen in dem anstehenden Match den entscheidenden Unterschied zu Gunsten der Münchner ausmachen.   
 
„Wir sind heiß, heiß, heiß“,

Nicht gut, aber genug

München müht sich am vergangenen Samstag in Darmstadt zum Auswärtserfolg.

Vier Stunden hatten Sie Zeit – das erste Mal seit November, als sich Münchens Torwart Robert Idel am Ellenbogen verletzte, verbrachten Idel und Trainer Mikić wieder viel Zeit zusammen in der Frontreihe des Mannschaftsbusses. Vier Stunden – genug Zeit für die beiden akribischen Wasserballphilosophen, einen Matchplan zu erstellen. Und dieser brachte viele Überraschungen: So fanden sich Münchens Kapitän Marko Ristić ebenso wie beide etatmäßigen Centerverteidiger Anton Spanjol und Haris Hadjioannou zunächst auf der Bank wieder, während zwei Jugendspieler und Altmeister Eric Valentines das Spiel begannen. „Zum einen wollte ich ihren unerbittlichen Trainingsehrgeiz belohnen, zum anderen war es auch ein taktischer Kniff. Ich habe erwartet, dass es ein langes Spiel werden wird, da die Darmstädter Kämpfer sind und sich zuhause niemals geschlagen geben. Für diesen Fall wollte ich unsere erfahrenen Kräfte für den Schlussabschnitt etwas schonen.“

Pokalkrimi mit Happy End

München schlägt nach furioser Aufholjagd die SGW Leimen/Mannheim nach 5-Meter-Werfen mit 17:16.

„Zweimal haben wir hier im Olympiabad in dieser Saison schon einen Krimi knapp verloren, endlich hat es mit einem Sieg geklappt. Es war unser letztes Spiel im schönsten Hallenbad Deutschlands in dieser Saison und als Trainer ist man natürlich überglücklich über dieses Wahnsinns-Spiel“, konnte Spielertrainer Ivan Mikić das Glück kaum fassen. Es dauerte auch seine Zeit bis er die vergangenen 1½ Stunden verarbeitet hatte und zu seiner gewohnt analytischen und emotionslosen Spielanalyse zurückkehrte.

Vor dem Spiel waren die Männer von der Isar optimistisch und strotzten, trotz des schwachen letzten Spiels gegen Würzburg und der Tatsache, dass der Gast aus Leimen klarer Titelfavorit ist, vor Selbstvertrauen. Die Vorbereitung war trotz der Osterpause gut und mit Matthias Krimphove, Ignacio Marian de Diego und dem wegen einer Ellenbogenverletzung vier Monate pausierenden Torwart Robert Idel kehrten drei Säulen wieder in die Mannschaft zurück. Ferner lud Kapitän Marko Ristić am Vorabend des Pokalkrachers zu einer Videoanalyse des letzten Spiels ein. „Damit wir nicht schon wieder die gleichen Fehler machen“, so Ristić. Man hatte das letzte Spiel gegen Leimen nicht vergessen, als man schon 4:1 führte und dann von Leimener Cleverness sowie eigenen Unzulänglichkeiten überrumpelt wurde und am Ende 9:10 verlor. Diesmal sollte es anders laufen.